Ein Gemeinschaftsprojekt von aktion tier e.V. und dem Verein Lottihof für Kinder und Tiere

Unsere Rentner-Gang

Tina Geburtig mit Calgan und Ninja. Foto: © aktion tier Lottihof

Viele Hufe kamen auf uns Ende des Sommers 2016 auf uns zu, da wir ja nun einmal auch als Gnadenhof arbeiten. Ein Hof musste aufgelöst werden, und so fragte man uns, ob wir noch Kapazitäten für die Aufnahme von elf Pferden hätten. Platz haben wir reichlich und das mit der Arbeit, haben wir uns gesagt, das kriegen wir schon hin.

Die meisten Pferde sind definitiv nicht mehr reitbar, und alle mussten zunächst tiermedizinisch kontrolliert werden. Ein Pferd hatte leider eine sogenannte Strahlfäule im Huf, andere litten am sogenannten Cushing Syndrom. Unsere Stammkinder sind in jedem Fall voller Elan, auch diesen Pferden jeden Tag schön zu gestalten. Vor allem unser Stammkind Leni ist bemüht, dem einen oder anderen Tier sogar Kunststücke beizubringen.

Wir haben allen Pferden erstmal genügend Zeit gelassen, um sich einzuleben. Mittlerweile haben sich alle an ihr neues Zuhause gewöhnt und das Team vom Lottihof bemüht sich nach Kräften, allen Bedürfnissen der Tiere nachzukommen. Das Thema Gesundheit spielt bei solch alten Tieren natürlich immer eine große Rolle, und leider mussten wir uns seither auch schon von einem der Pferde verabschieden. Das ist immer traurig, doch wir wissen, dass wir ihnen einen schönen Lebensabend haben bereiten können.

Über Paten, die uns dabei unterstützen, freuen wir uns sehr. Denn so eine Pferdehaltung ist nicht ganz preiswert. Die Pferde haben es aber auf jeden Fall verdient, einen pferdegerechten Ruhestand zu erleben. 

An dieser Stelle heben wir auch nochmals mahnend unseren Zeigefinger: Wer darüber nachdenkt, sich ein Pferd anzuschaffen, dem muss klar sein, wie teuer und zeitaufwendig das ist. Und auch wenn ein Pferd nicht mehr reitbar ist, so steht man dennoch in der Verantwortung, sich um das Tier zu kümmern. Der Tierschutz ist nicht dafür da, sich dann derjenigen Tiere anzunehmen mit denen man „nichts mehr anfangen kann“ oder die „zu teuer“ werden.