Ein Gemeinschaftsprojekt von aktion tier e.V. und dem Verein Lottihof für Kinder und Tiere

Katze einfach ausgesetzt

Mitarbeiterin des Lottihofes: Juliane Westphal.

Am 12. Mai 2016 gegen 9.30 Uhr schaute ein Mitarbeiter nicht schlecht als vor dem Hoftor ein Katzenkorb stand. Im Korb saß ganz verängstigt eine schwarze ausgewachsene Katze. Irgendjemand wollte wohl sein Tier loswerden.

Von Christine Geburtig | September 2016

Auf diese Art und Weise sein Tier einfach wegzugeben ist nicht nur gewissenlos, sondern auch strafbar. Wir können es immer nicht verstehen. Denn wenn man sich ein Tier anschafft, übernimmt man eine lebenslange Verantwortung (eine Katze kann durchaus 20 Jahre alt werden). Natürlich können im Laufe dieser langen Zeit private Lebenssituationen auftreten, in denen man dieser Verantwortung nicht gerecht werden kann. Dann sollte man sich aber auch die Zeit nehmen, einen neuen geeigneten Platz für sein Tier zu suchen. Wenn dann nur die Lösung bleibt, sein Tier in ein Tierheim o.ä. zu geben, dann sollte man auch die finanzielle Verantwortung übernehmen.

Oft höre ich Beschwerden darüber, dass die Besitzer eine Abgabegebühr im Tierheim oder auch bei uns lassen sollen. Jeder, der sein Tier artgerecht ernährt und tierärztlich versorgt hat, weiß, dass die Tierhaltung Geld kostet und genauso auch die Versorgung im Tierheim. Wenn man sein Tier weitergibt, spart man sich ja diese Kosten weiterhin – nur trägt das Tierheim dann die Kosten. Und die erste tierärztliche Versorgung (Impfung, Entwurmung, Flohmittel, Kastration und chippen) kostet den Tierschutz ca. 180 Euro. Leider werden dann auch nicht alle Tiere gleich wieder vermittelt. Also bedeutet das langfristig noch mehr Kosten.

Da wir auf dem Lottihof keine Möglichkeit haben, Katzen in der Erstaufnahme zu versorgen, mussten wir die Katze ins Tierheim nach Dorf Mecklenburg bringen. Im Tierheim warten allerdings auch schon sehr viele Tiere auf ein neues Zuhause. Daher möchten wir nochmals alle Katzenbesitzer aufrufen, ihre Katzen und Kater bitte kastrieren zu lassen. Nur mit der Kastration kann man effektiv viel Katzenelend verhindern.